Walfang/Walschutz

Der Walfang

Der Walfang kam ursprünglich von den Azoren nach Madeira. Die ersten auf Madeira gefangenen Wale wurden im Ribeira da Janela Tal, im Bezirk Porto Moniz, verarbeitet und verwertet. Das war 1941. Ein Jahr später wurde auch in Garajao, im Bezirk Santa Cruz/Caniço eine weitere und modernere Wal-Fabrik gebaut, die schon bald die Schließung derjenigen in Porto Moniz verursachte. Das gleiche Schicksal ereilte sie dann selber, als nämlich gegen Ende der 1940er Jahre in Caniçal, im Bezirk Machico, eine neue Fabrik gebaut wurde. Hier wurden dann bis 1981 Pottwale und auch Bartenwale verarbeitet.

Acht Landposten, die so genannten vigias (Späher) auf Madeira, Porto Santo und den Desertas sorgten für den Erfolg der Walfänger. Von Land aus wurden die Wale per Fernglas gesichtet und diese Information dann den Walfängern aufs Meer übermittelt. Wir setzen heute auch solche vigias ein. Sie sind oftmals entscheidend für den Erfolg unserer Fahrten, denn sie sagen uns, wo sich die Wale oder die Gruppen von Delfinen aufhalten.

Im Laufe der Geschichte des Walfangs auf Madeira (circa 40 Jahre) wurden ungefähr 5000 Tiere erlegt. In den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts, nahm die internationale Bewegung gegen den Walfang immer mehr zu. Auch die deutsche Biologin Petra Deimer hat viel dazu beigetragen, dass Madeira 1981 freiwillig dem Walfang abschwor.

Auf Grund des regionalen Gesetzes Nº 6/86/M wurde dann 1986 schließlich das Gebiet bis 200 Seemeilen um Madeira herum zu einer Art Walschutzgebiet erklärt.