Lobosonda ABC

Hier werden Begriffe und Wörter erklärt, die mit unserer Aktivität als “whale watch” Unternehmen zu tun haben. Neue Vorschläge sind jederzeit willkommen. Bitte schicken sie diese an info@lobosonda.com

A

-wie Ambra: Eine Substanz aus dem Pottwalmagen, die in der Parfümindustrie als Duftträger benutzt wird. Ambra erreicht Preise wie Gold.

B

- wie Brydewal: Seit ein paar Jahren ziehen sehr viele dieser Bartenwale hier an Madeira vorbei. Mehr über den Brydewal demnächst in unseren Artenbeschreibungen.

- wie Bartenwal: Die größten Tiere der Welt gehören zur Familie der Bartenwale, sie haben keine Zähne sondern Barten. Das sind Hornplatten, die beim Filtrieren der Nahrung helfen.

- wie Barten: Hornartigen Lamellen, die vom Oberkiefer der Bartenwale nach unten hängen. Früher auch als Wal- oder Fischbein bezeichnet. Sie sind an ihrer Innenseite stark ausgefranst und filtern Fische oder Plankton aus dem Wasser. Barten bestehen aus Keratin.

- wie Blasloch: Atemöffnung der Cetaceen auf der Kopfoberseite. Bartenwale haben zwei Blaslöcher, Zahnwale nur ein Blasloch.

C

- wie Cetaceen: Das ist der Fachbegriff für Waltiere. Alle Bartenwale und alle Zahnwale gehören zur Ordnung der Cetaceen. Auf lateinisch heißt es Cetacea, abgeleitet von ketos, was so viel wie Meeresungeheuer bedeutet. Das hängt wohl eher mit ihrer Größe zusammen, denn weder Delfine noch Wale sind Ungeheuer. Ganz im Gegenteil sind sie sehr friedliche Geschöpfe, die vor allem von uns Menschen stark bedroht werden.

D

- wie Degenfisch: Tiefsee-Fischart mit schlangenförmigem Körper. Beliebter Speisefisch in Portugal. Wird auf Madeira mit Langleinen gefangen und  dort als Peixe Espada bezeichnet. Espada heißt auf deutsch Degen.

E

- wie Echolot: Art der Schallortung bei den Zahnwalen. Die Tiere erzeugen energiereiche Klicklaute, die sie über ihre Melone (Stirn) gebündelt aussenden. Treffen diese Impulse auf ein Objekt, wird der Schall zum Wal reflektiert. Er nimmt das Schallecho über den Unterkiefer auf. Von dort wird das Echo an das Gehör des Wals weitergeleitet.

F

- wie Fluke:  Schwanzflosse der Cetaceen (Waltiere). Sie liegt waagerecht im Wasser und wird zur Fortbewegung auf und ab bewegt. Meistens bekommen wir Menschen die Fluken der Tiere nicht zu Gesicht. Aber der Pottwal zeigt sie beim Abtauchen in die Tiefe. Auch Grauwale, Buckelwale und manchmal Blauwale heben die Fluke über die Wasseroberfläche. Anhand ihrer Flukenunterseite (Färbung; Muster) können einige Walarten identifiziert werden.

- wie Finne: Rückenflosse. Anhand der individuellen Ausformung ihrer Rückenfinnen, können einige Wal- und Delfinarten identifiziert werden.

- wie Flipper: Brustflosse.

- wie Fleckendelfin: Erwachsene Delfine dieser Art zeigen viele Flecken auf und werden im Alter immer heller von der Körperfarbe. Sie sind schnelle Schwimmer und nähern sich gerne Booten. An der Wasseroberfläche sind sie sehr aktiv.Mehr Informtionen zum Fleckendelfin demnächst in unseren Artenbeschreibungen.

G

- wie Gelbschnabel-Sturmtaucher: Hochseevogel, der stundenlang dicht über die Meeresoberfläche gleitet. Verwandt mit den Albatrossen. Kehrt nur an Land zurück wenn er brütet oder Junge versorgt. Die Vögel jagen im Meer nach Fischen und sind deshalb oft an den gleichen Stellen zu sehen, an denen sich auch Wale oder Delfine aufhalten.

- wie Großer Tümmler: Delfinart, die bekannt wurde durch den Film “Flipper”. Begleitet gerne Boote und reitet auf deren Bugwellen. Sie haben einen kräftigen Körperbau und sind weltweit verbreitet. Mehr Informtionen zum Großen Tümmler demnächst in unseren Artenbeschreibungen.

- wie Gemeiner Delfin: Delfine dieser Art haben eine typische Sanduhrzeichnung an der Seite und eine schlanke Körperform. Es sind schnelle Schwimmer und akrobatische Springer. Mehr Informtionen zum Gemeinen Delfin  demnächst in unseren Artenbeschreibungen.

H

- wie Hot Spot: Stationäres Zentrum vulkanischer Aktivität im Erdmantel. Über Hot Spots entstehen Inseln. Mehr über Hot Spots unter:  http://lobosonda.com/?page_id=573

I

- wie IWC: Internationale Walfang Kommission. Höchstes globales Gremium, das sich um die Regulierung des Walfangs kümmert.

J

K

- wie Kalmare: Kopffüßer mit zehn Armen, verwandt mit den Kraken. Bevorzugte Nahrung vieler Wal- und Delfinarten.

- wie Kehlfurchen: Längsfalten am Hals von Bartenwalen. Sie dehnen sich aus, wenn der Wal sein Maul öffnet. Dadurch kann er erheblich mehr Wasser aufnehmen, als ohne Furchen. Beim Auspressen des Wassers durch die Barten bleiben auch mehr Nahrungspartikel hängen.

L

- wie Lobosonda: Unser Firmenname setzt sich aus zwei portugiesischen Wörtern zusammen. “Lobos” kommt vom FischerortCamara de Lobos (Kolonie der Wölfe), wo zu Zeiten der offiziellen Entdeckung Madeiras viele Seelöwen (oder waren es Mönchsrobben?) angetroffen wurden. In Camara de Lobos wurde unser Boot Ribeira Brava  drei Jahre lang wieder aufgebaut. “onda” bedeutet Welle und hat somit viel mit unserer Aktivität zu tun. Die Wellen bestimmen unsere Ausfahrten und den Kurs, den wir einschlagen.

M

- wie Mittelmeer-Mönchsrobbe (Monachus monachus): Stark bedrohte Meeressäuger-Art, die auf der Liste der gefährdeten Tiere ganz oben stehen. Schätzungen gehen von weltweit nur noch rund 300 Tieren aus. Madeiras Bemühungen um den Schutz und Erhalt der Robben (portugiesisch: Lobo marinho) auf den Desertas Inseln sind sehr erfolgreich und werden international mit Interesse verfolgt. Es ist die einzige Kolonie von Mönchsrobben die wieder wächst.

- wie Melone: Fettpolster an der Stirn der meisten Zahnwalarten. Spielt möglicherweise eine wichtige Rolle bei der Echolokation der Cetaceen.

N

O

P

- wie Pottwal: Größter Zahnwal und bester Taucher im Tierreich. Er kann bis zu zwei Stunden unter Wasser bleiben und Tiefen von 2 bis 3 Kilometern erreichen. Seinen Namen verdankt er der pottförmigen Gestalt seines Kopfes. Darin sind bis zu 2 Tonnen Walrat (Spermaceti) enthalten. Eine wachsartige Masse, die den Wal bei seinen Tauchgängen unterstützt. Mehr Informtionen zum Pottwal demnächst in unseren Artenbeschreibungen.

- wie Plankton: Winzige, teilweise mikroskopisch kleine im Wasser (Meer und Süßwasser) lebende Organismen. Sie treiben mit der Strömung umher und können nicht aus eigener Kraft die Richtung wechseln. Zum Plankton gehört auch die Leuchtkrebsart Krill. Fast alle Bartenwale ernähren sich von Plankton.

Q

-wie Quecksilber: Wale stehen, ebenso wie Thunfische und Haie am Ende der marinen Nahrungskette. Durch die zunehmende Schadstoffbelastung der Meere reichern sich in ihren Körpern Chemikalien und Schwermetalle wie Quecksilber an. Grindwalfleisch beispielsweise enthält derart hohe Konzentrationen an Quecksilber, dass von dem Verzehr abgeraten wird.

R

S

- wie Säugetiere: Wale und Delfine sind Säugetiere, die ihr ganzes Leben im Meer verbringen (Meeressäuger). Im Gegensatz zu Fischen sind sie Lungenatmer und kommen regelmäßig an die Wasseroberfläche zum Luftholen.

- wie Sanftes Whale Watching: Form der Walbeobachtung, bei der besonders auf den respektvollen Umgang mit den Tieren geachtet wird. Beinhaltet oft auch die Datenaufnahme für Forschung und Öffentlichkeitsarbeit.

- wie Schule: Eine Gruppe von Delfinen.

- wie Schnabel: Hervorstehender Teil der Schnauze bei vielen Zahnwalen.

wie Seamount (Seeberge): untermeerische Vulkane, die sich vom Meetesboden in etwa 1.000 bis 4.000 m Tiefe erheben, aber die Meeresoberfläche nicht erreichen. Seamounts kommen in allen Ozeanen vor, besonders in der Nähe von mittelozeanischen Rücken. Eine Vielzahl von ihnen findet sich im östlichen Nordatlantik. Seamounts beherbergen komplexe Lebensgemeinschaften.

- wie Sonar: Akustische Methode der Navigation. Es wird Schall ausgesendet und anhand des zurück geworfenen Echos Informationen aus der Umwelt gewonnen. Sonargeräte werden von der Fischindustrie genutzt zum Aufspüren von Fischschwärmen (Fischfinder). Das Militär setzt bei Manövern besonders starke Schallwellen ein, die für Wale und Delfine extrem schädlich sind und Strandungen auslösen können.

- wie Strandungen: Verhalten, wenn Wale und Delfine irrtümlicherweise an Land schwimmen. Die meisten Strandungen enden tödlich, da die Tiere austrocknen und von ihrem eigenen Gewicht erdrückt werden. Die Gründe warum Wale stranden sind unterschiedlich und noch nicht endgültig erforscht. Die gestrandeten Wale können krank, verletzt oder desorientiert sein.

T

U

- wie Urwal: Wahrscheinlich entwickelten sich die heutigen Wale aus kleinen, vierfüßigen Landsäugetieren. Archeoceti ist die wissenschaftliche Bezeichnung für Urwale, von denen die Wale abstammen. Pakicetus inachus gilt als der älteste und primitivste Wal.

V

W

- wie Walrat: Wachsartige Masse im Kopf der Pottwale. Möglicherweise unterstützt sie den Wal beim Auf,- und Abtauchen. Das Walrat kann seine Dichte verändern. Wird er stark durchblutet, wird er eher flüssig, verändert seine Dichte und bewirkt einen Auftrieb. Wird die Masse nicht mehr durchblutet, kühlt sie ab, verdichtet sich und wirkt dann wie ein Gewicht, dass den Wal beim Abtauchen in die Tiefe zieht.

- wie Wanderungen: Vor allem Bartenwale wandern im Jahreszyklus aus ihren Paarungs- und Aufzuchtgebieten in ihre Futtergründe, die in den polaren Gewässern liegen. Bei diesen Wanderungen legen die Tiere große Distanzen zurück. 10.000 km und mehr sind keine Seltenheit.

- wie Whale Watching: Englischer Begriff für das Beobachten von frei lebenden Walen und Delfinen. Meistens von einem Boot aus.

X

Y

Z

- wie Zahnwale: Unterordnung der Cetaceen. Zu ihr gehören alle Walarten, die Zähne im Mund tragen: Delfine, Schweinswale, Pottwale, Schnabelwale, Gründelwale, Schwert- und Grindwale.