Whale Watching

Bereits seit sechs Jahren beobachten wir Wale und Delfine an der Südwestküste Madeiras. Besser bekannt ist diese Tätigkeit unter dem englischen Begriff Whale Watching. Delfine sind bei dem Begriff eingeschlossen, sie gehören zur Gruppe der Zahnwale. Die „Whale Watching Branche“ boomt weltweit und auch hier auf Madeira gibt es mehrere Anbieter. Viele dieser Boote arbeiten erst seit Kurzem in diesem Bereich und sind bedauerlicherweise manchmal in ihrem Umgang nicht immer nur am Wohl der Tiere orientiert. Generell geht weltweit eine große Faszination von den Meeressäugern aus und so ist selbst in wirtschaftlich schwierigen Zeiten eine weitere Zunahme des “Whale Watching Sektors” zu erwarten. Auch auf Madeira.
Leider hat diese Entwicklung nicht immer gute Auswirkungen auf die Anwesenheit der Tiere. Unerlässlich ist deshalb, die Entwicklung vonörtlichen Richtlinien und Verhaltensweisen für Anbieter solcher Touren auf Madeira. Bestehende Richtlinien liegen zurzeit nur auf freiwilliger Basis vor, sollten aber dringend Gesetz werden. Wichtig ist das vor allem auch deshalb, damit der richtige Umgang und das nötige Maß an Respekt vor den Meeressäugern gewahrt wird. Während sich die Hotelbranche einerseits über die Nichtauslastung ihrer Kapazitäten in 2009 beklagt, mussten wir in der vergangenen Sommersaison Gäste sogar wegschicken, weil wir nicht alle Interessenten in unserem kleinen Boot unterbringen konnten. Für uns bedeutet Whale Watching weitaus mehr als “nur” ein Geschäft. Es ist vielmehr wie ein kostbares Geschenk, dass wir einerseits überhaupt die Möglichkeit haben, Zeit mit diesen wunderbaren Tieren verbringen zu dürfen. Andererseits macht es uns auch Freude, anderen Menschen diese Möglichkeit zu bieten und ihnen diese Tiere nahe zubringen.
Wir sind stets darum bemüht, den richtigen Rahmen für die Begegnungen mit den Walen zu wahren. Das Aufeinandertreffen von Mensch und Meeresbewohner soll einzigartig bleiben. Deshalb ist es für uns wichtig, den nötigen Respekt und ausreichende Kenntnisse im Umgang mit den Walen zu zeigen. Dazu gehört unter anderem, die Tiere nicht zu erschrecken, sich ihnen mit langsamer Geschwindigkeit zu nähern, besondere Vorsicht bei Müttern mit Jungtieren walten zu lassen, diese niemals zu trennen, auch Delfinschulen nicht zu trennen, den Tieren niemals den Weg abzuschneiden sondern ihren Kurs parallel zu begleiten und nicht länger als 30 Minuten bei den Tieren zu bleiben. Wir geben Informationen über Verhalten und Lebensweise der Tiere an die Teilnehmer unserer Ausfahrten weiter. Um dies zu gewährleisten, ist immer mindestens ein Meeresführer oder ein Biologe an Bord. Während beziehungsweise nach jeder Ausfahrt, wird ein Beobachtungsbogen für die Wissenschaftler vom Walmuseum ausgefüllt. Außerdem tragen wir unsere Sichtungen auch auf anderen Meeressäuger-Plattformen ein und machen sie auf Nachfrage jedem zum Wohl der Tiere zugänglich.
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