Meer
Unter Meer bezeichnet man die miteinander verbundenen Gewässer der Erde, welche die Kontinente umgeben. Im Gegensatz dazu, stehen die auf den Landflächen liegenden Binnengewässer (Seen, Flüsse). Dreiviertel der Erde sind von Wasser bedeckt. Und nur knapp ein Viertel ihrer Oberfläche ist wirklich Erde, also festes Land. Eigentlich sollte unser Planet eher Ozean heißen. Denn genau darin unterscheidet sich die Erde von anderen Planeten des Sonnensystems. Durch ihre Ozeane. Vom Weltraum aus betrachtet ist sie ein blauer Planet. 97 Prozent (1370 Mio. Kubikkilometer) Wasser sind in den Ozeanen gebunden. Nur etwa 2 % sind in den Eisschilden von Grönland und Antarktis gespeichert. Den kleinen Rest bilden Seen und Flüsse sowie die Feuchtigkeit der Atmosphäre.
Nicht nur in seiner Flächenausdehnung sticht das Weltmeer die Kontinente aus, sondern auch in den Höhen und Tiefen. Der tiefste Abgrund auf der Erde, der Grand Canyon (USA) ist gerade mal 1800 m tief. Verglichen mit den Tiefseegräben ist das gar nichts. Die tiefste Stelle im Meer liegt bei 11034 m, dem Witjastief im Marianengraben (Tiefseegraben östlich der Philippinen). Sogar das mächtigste Gebirge der Erde liegt nicht auf dem Festland, sondern unter Wasser: ein 60 000 km langer und bis 4000 m breiter Mittelozeanischer Rücken, der alle drei Ozeane durchzieht.
Wir erinnern uns: das Meer ist die Wiege des Lebens. Dort hat es sich aus einfachen Anfängen entwickelt und ist erstmal über drei Milliarden Jahre lang verblieben. Erst vor rund 400 Millionen Jahren gingen die ersten Pflanzen und Tiere an Land. An die Herkunft des Menschen aus dem Meere erinnern noch Kiemenbögen und Kiemenspalten, die der Embryo während seiner Entwicklung eine zeitlang besitzt. Der menschliche Fötus entwickelt sich in der Fruchtblase, einem mit Flüssigkeit gefüllten Hautsack.
Aus dem Meer perlte der erste Sauerstoff (als „Abfallprodukt“ der Photosynthese), der das Leben auf dem Land erst möglich machte und bis heute unsere unerlässliche Lebensgrundlage ist. Die Sauerstoffproduktion der Meerespflanzen führte schließlich auch zur Bildung einer Ozonschicht in der Stratosphäre (15-50 km Höhe), die ultraviolette Strahlung der Sonne filtert und ein Leben an Land ermöglicht. Niemand weiß genau, wie viele Arten im Ozean leben, aber man schätzt, dass ihre Zahl 10 Millionen oder mehr betragen kann. Erst 300 000 sind wissenschaftlich erfasst.
Das Meer um Madeira
Madeira liegt im Atlantik, am östlichen Rand des mittelatlantischen Rückens und driftet langsam nach Osten. Die Insel hat nur einen schmalen Festlandsockel. Bereits nach wenigen Kilometern fallen ihre Abhänge in Tiefen von 4000 bis 5000 Meter hinab. Das ist gerade für die großen Pottwale sehr wichtig, denn sie jagen in den Tiefen der Meere nach ihrer Lieblingsbeute, den Tiefseekalmaren. Eine Eigenart des hiesigen Atlantiks ist seine relative Nährstoffarmut. Dies ist auch eine Ursache, warum die Gewässer um Madeira so klar sind und eine große Sichttiefe aufweisen. Bis in rund 300m Tiefe kann das menschliche Auge hier noch Sonnenlicht wahrnehmen. Die Wassertemperaturen an der Oberfläche variiert je nach Jahreszeit zwischen 17 und 25 Grad Celsius. Der Unterschied zwischen Ebbe und Flut, der Tidenhub, liegt zwischen 0,34 und 2,46m.
Madeira und das Wetter
Das Wetter auf Madeira ist etwas ganz Spezielles und für Außenstehende nur schwer einzuschätzen. An ein und demselben Tag können Sie hier alle vier Jahreszeiten auf einmal erleben. Wir sind mit unserer Arbeit unmittelbar vom Wetter abhängig. Aus diesem Grund holen wir vor unseren Ausfahrten verschiedene Wetterberichte ein. Manchmal aber verändert sich das Wetter, oder das Meer kurzfristig, oder entwickelt sich doch anders als vorausgesagt. Wenn wir dann stornieren oder kurzfristig absagen müssen, entscheiden wir verantwortungsvoll und zu Ihrem Besten!
Bitte denken Sie daran:
- Wir sind nicht in Urlaub, sondern verdienen unser Geld mit den Fahrten aufs Meer.
- Wir sind seefest.
- Wir haben fast täglich Begegnungen mit Walen und Delfinen.
- Wir sind an Bord und auf See für Sie verantwortlich.
